Diagnose Bandscheibenvorfall – So motivierst du dich trotzdem zum Sport

ksalomeee/ Juni 14, 2017/ Allgemein, Laufmomente/ 0Kommentare

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass manchmal nicht nur Motivation wichtig ist, um dran zu bleiben. Ich mache seit 16 Jahren mal mehr mal weniger Sport. Vor fast 5 Jahren hat mich dann der persönliche Ehrgeiz gepackt und ich habe mir Ziele gesteckt. Ein Jahr später musste ich aufgrund eines Bandscheibenvorfalls alle Ziele neu überdenken. Damit begann meine persönliche Entwicklung für mich wichtiger Motivationsroutinen.

Sport vs. Bandscheibenvorfall

Wer mit Rückenproblemen oder Gelenkschmerzen zu kämpfen hat weiß, dass der innere Schweinehund dagegen nur ein kleiner Spielverderber beim Thema Sport ist. Wer an dem Punkt ist, dass er beim Sport Schmerzen hat, hat es ironischerweise meist schon weiter gebracht mit seinen sportlichen Zielen als andere in seinem Umfeld. Denn meist steckt hinter Schmerzen ein großer Ehrgeiz etwas Bestimmtes zu erreichen. Jeder hat dabei seine individuellen Vorstellungen. Ist es bei einem überhaupt mit dem Joggen begonnen zu haben, kann es beim nächsten die Bestzeit beim absolvierten Marathon sein. Jeder gibt sein bestes für die Ziele in seinem Kopf. Dabei geht jeder immer wieder an seine Grenzen und fordert sich immer wieder heraus. Ich nenne es „Den Wettkampf mit sich selbst“. Dabei bleibt jedoch häufig die Analyse der körperlichen Voraussetzungen außer Acht. Diese Unachtsamkeit mit seinem Körper, verkehrte Trainingstechniken und falscher Ehrgeiz können neben vielen anderen Einflüssen zu körperlichen Beschwerden führen.

Was hat mich zu meinen Motivationsroutinen gebracht?

Wenn es dich beim Sport erwischt. Wenn du dich nicht mehr bewegen kannst, weil du beim Kraftsport nicht auf deinen Körper gehört hast oder wenn du deine Beine nicht mehr schmerzfrei bewegen kannst, weil du trotz Schmerzen joggen warst, dann solltest du anfangen nachzudenken. Mein Denkprozess zu meiner Freizeitsportkarriere startete vor über 4 Jahren. Dabei habe ich neben einigen schmerzhaften Rückschlägen viele wertvolle Erkenntnisse gesammelt. Es gibt 3 wichtige Punkte, die mich immer wieder antreiben und motivieren:

 

  • Achtsamkeit mit meinem Körper: Meine Gesundheit ist mein höchstes Gut. Mit allem was ich mache strebe ich an, meinen Körper in der mir erfahrenen optimalen Weise zu stärken, zu pflegen und fit zu halten.
  • Ausgleich zu anderen Sportarten: Die Konzentration auf eine Sportart hat mich verletzungsbedingt wertvolle Zeit gekostet. Wenn ich meine Lieblingssportarten sinnvoll abwechsle erreiche ich den für mich besten körperlichen Zustand.
  • Realistische Vorbilder für den Wettkampf mit mir selbst: Jeder hat schon mindestens einmal in seinem Leben gedacht: „So wie diese Person möchte ich auch sein oder werden.“ Doch bestehen für dieses Ziel auch die gleichen Voraussetzungen? Meist sind die Eigenschaften der Personen, mit denen wir uns vergleichen auch Welten auseinander. Wie sollen da die Ergebnisse auch nur annähernd ähnlich sein?
 

Was bedeutet „Achtsamkeit mit deinem Körper“?

 

Jeder Sportler, egal ob Freizeit- oder Leistungssportler hat einen individuellen Leistungsstand. Meist richtet sich dieses Level nach den körperlichen Voraussetzungen. Es gibt verschiedene Kriterien, die deine körperlichen Voraussetzungen einschränken können. Dazu gehören z. B. körperliche Traumata, Körpergewicht und Krankheiten. Wenn du dir deiner Traumata nicht bewusst bist, stößt du immer wieder an deine Grenzen ohne zu wissen warum. Das ist auf lange Sicht frustrierend und wird dich demotivieren. Traumata können durch ein oder mehrere bestimmte Erlebnisse in deiner Vergangenheit entstanden sein. Du denkst, sie sind nicht bedeutsam für deinen Sport? Sie sind es auf jeden Fall. Wenn du dir darüber bewusst bist, kannst du deine Ziele ganz anders angehen. Durch ein persönliches Körpertrauma ist mein Bewegungsradius in meinen Beinen eingeschränkt. Diese Bewegungseinschränkung habe ich durch Unwissenheit mit Kraftsport noch weiter verstärkt, anstatt mit entsprechenden Mobility- Übungen entgegen zu arbeiten.

Die selbe Achtsamkeit liegt auf dem eigenen Körpergewicht sowie bekannter oder unbekannter Krankheiten. Beides sind Faktoren, die man in die Festlegung seiner Ziele immer wieder einbeziehen sollte. Bestimmte Krankheiten erfordern eine längere Regeneration nach sportlicher Anstrengung. Ein höheres Gewicht ist belastender für die Gelenke. Daher gilt beim Joggen, mit kleineren Einheiten anzufangen, dass sich Gelenke und Bänder an die ungewohnte Belastung gewöhnen können. Umso achtsamer du mit deinem Körper bist, umso motivierter wirst du deinen Sport durchführen. Und umso länger wirst du Spaß an deinem Lieblingssport haben.

Warum ist der Ausgleich zu anderen Sportarten wichtig?

Jeder Sport für sich ist eine Belastung bestimmter Muskelgruppen, Gelenke, Sehnen und Bänder. Werden immer nur diese bestimmten Bereiche beansprucht, sind im Umkehrschluss andere Bereiche weniger trainiert und damit belastungsresistent. Der Körper entwickelt Dysbalancen. Besonders beim Joggen fallen diese unausgewogenen einseitigen Trainings ins Gewicht. Viele Läufer trainieren nur Ihre Ausdauerleistung und vernachlässigen den Kraftaufbau zum Schutz von Gelenken, Sehnen und Bändern vollkommen. Von den wenigen Joggern, die in Ihre Trainings auch den Muskelaufbau einbeziehen denken die wenigsten darüber nach auch die wichtigen kleinen Muskelgruppen, ausreichend Dehnung und Regeneration in Ihren Trainingsplan für die Woche einzubeziehen.

Aus meiner momentanen Erfahrung kann ich sagen, dass ich trotz Bandscheibenvorfall fast schmerzfrei trainieren kann. Das verdanke ich meiner Trainingsroutine aus Laufen, Kraftsport für die großen Muskeln, Mobility und Stabilitätstraining für die kleinen Muskeln, Entspannung mit der Blackroll und einer täglichen kleinen Dehnungseinheit. Wenn ich alle Trainingselemente geschickt verbinde, kann ich meine Laufleistung immer wieder steigern. Umgedreht fördert ein gutes Ausdauertraining meinen Kraftzuwachs.

Die Macht realistischer Vorbilder für den Wettkampf mit dir selbst.

Meinen größten gesundheitlichen Rückschlag habe ich erlitten, weil ich ein Vorbild zu fast 100% kopieren wollte. Heute weiß ich, das kann kein langfristiges Ziel und keine geeignete Motivationsquelle sein. Sobald die eigene sportliche Entwicklung vom Ideal abweicht, kommt der Frust. Aus gesundheitlichen Gründen konnte ich nicht mehr in der gleichen Art und Weise trainieren, wie mein damaliges Vorbild. Das hat mich mehr als deprimiert. Ich dachte, dass ich dann auch meine Ziele nicht erreichen kann. Was war der Grund? Die körperlichen Voraussetzungen waren komplett unterschiedlich.

Sportliche Vorbilder sind immer noch eine super Motivation für das eigene Training. Dazu solltest du dir aber all deiner körperlichen Eigenheiten bewusst sein.  Hier schließt sich der Kreis wieder mit dem 1. Punkt: Achtsamkeit mit dem eigenen Körper. Um das Optimum an Anregung für dein Training zu erreichen, ist es hilfreich, mehrere Vorbilder zu haben.  Kopiere deine Vorbilder nicht, sondern sammele von allen Vorbildern das Beste für dich zusammen und beachte dabei deine Eigenheiten. Meine Vorbilder dienen in meinem Training dazu, mir Anreize für Neues zu holen. Neben neuen Übungen gehören dazu auch neue Ernährungsformen und Ansichten zu meinem Körper. Und obwohl ich eine Frau bin, habe ich auch Männer als Vorbilder. Ganz besonders wichtig ist mir der Austausch zu allen Sportthemen mit meinem Mann. Er trainiert selber schon seit über 23 Jahren und ist ein großes Vorbild für mich.

Fazit:

Jeder entwickelt mit der Zeit Gewohnheiten, die nicht immer gut für die körperliche Leistungsfähigkeit sind. Wer immer wieder an seine Grenzen stößt oder Rückschläge erleidet, ohne zu wissen warum, sollte sich achtsam mit seinem Körper auseinandersetzten, offen für neue Trainingsanreize sein und sich eine Handvoll realistischer Vorbilder suchen.

Dieser Artikel entstand im Rahmen der Blogparade „Motivation zum Sport“ von www.marathon-vorbereitung.com. Schau doch auch mal bei den anderen Bloggern. Es gibt noch weitere tolle Artikel zur sportlichen Motivation.

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