Lauftechniken – Der Ballenlauf

ksalomeee/ Mai 11, 2017/ Allgemein/ 0Kommentare

Heute gibt es mal meine Erkenntnisse zum Thema Ballenlauf oder Vorfußlauf. Insbesondere für alle Läufer mit Rücken- und Gelenkbeschwerden ist das eine interessante Lauftechnik. Welche Erfahrungen ich dabei gemacht habe und was ihr daraus für euren nächsten Lauf mitnehmen könnt, erfahrt ihr in diesem Artikel. Solange ich jogge, bin ich ein Fersenläufer (Abrollen über den gesamten Fuß) gewesen. Damit habe ich mich sehr wohl gefühlt. Aufgrund meiner langjährigeren Rückenprobleme, habe ich mich immer wieder mit dem Thema Joggen bei Bandscheibenproblemen beschäftigt. Sehr interessant fand ich dabei die Informationen zum Vorfußlauf- oder auch Ballenlauf und habe es letzte Woche hochmotiviert zweimal ausprobiert. Die Auflösung zu meinem Ankündigungspost in Facebook: „Warum lache ich trotz Schmerzen?“ Findest du im Absatz: Welchen Effekt habe ich mit dem Ballenlauf erhalten?

Was passiert beim Ballenlauf?

Beim Ballenlauf setzt der Läufer mit dem Vorfuß auf und rollt nur minimal bis zur Mitte des Fußes ab. Die Ferse berührt den Boden nie. Vom Gefühl her ist es als wollte man leichten Fußes joggen. Es bedarf anfänglich großer Konzentration diese Technik auszuführen. Zudem ist es eine ungewohnte Art der Bewegung. Um eine geschmeidige Bewegung und Kraft für den Lauf zu bekommen, schwingen die Arme stärker als bei den anderen Lauftechniken. Außerdem bewegt sich die Hüfte dynamischer.

Welche Effekte bringt der Ballenlauf?

Der Ballenlauf gilt als Wirbelsäulen- und Gelenkschonend, da der Vorfuß und die Fußgelenke das Gewicht und die Stauchung abfedern. Die Wadenmuskulatur arbeitet stärker. Ich hatte bei beiden Testläufen und auch danach keine Rückenschmerzen. Meine Bandscheibenprobleme haben sich nicht verstärkt. Diese Erkenntnis hat mir ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert. Das war genau das, was ich erreichen wollte. Endlich wieder beschwerdefrei Joggen. Jedoch erhöht sich bei dieser Lauftechnik die Belastung auf den Vorfuß, die Wadenmuskulatur sowie die Sehnen. Direkt nach meinem 1. Testlauf hatte ich extremen Muskelkater in den Waden. Diesen Muskelkater habe ich direkt beim 2. Testlauf von Anfang wieder gemerkt. Also war der 2. Testlauf eine extrem schmerzhafte Angelegenheit für die Waden und seitlichen Beinmuskeln.

Was ist bei dem Wechsel der Lauftechniken zu beachten?

Ich bin bei beiden Testläufen direkt 4 km am Stück durchweg auf dem Ballen gelaufen. Erst als es gar nicht mehr ging, bin ich den Rest der Strecke in meinem gewohnten Laufstil gewechselt. Das war zugegebenermaßen keine gute Strategie. Technikerfahrene Läufer empfehlen den neuen Laufstil auf kurzen Strecken zu beginnen und mit dem gewohnten Laufstil abzuwechseln. Dadurch werden Überbelastungen und Beschwerden reduziert. Mit speziellen Aufbau-Übungen werden beanspruchte Muskeln gekräftigt und erleichtern so den Umstieg. Muskelentspannung und Dehnung gehört zu jedem Ausdauerlauf dazu. So werden Verletzungen vorgebeugt.

Was ist zu tun, wenn die neue Lauftechnik Schmerzen verursacht?

Wichtig sind beim Umstieg auf den Ballenlauf, das Dehnen der Waden- und Beinmuskulatur. Zusätzlich hat mir das Ausrollen der Beine mit der Blackroll sehr geholfen.

Für welche Strecken ist der Ballenlauf gut geeignet?

Besonders sinnvoll lässt sich der Vorfußlauf für Sprint, Mittelstrecken bis 5km und bei geübten Läufern auch bis 10km sowie zum Bergauflauf einsetzten. Durch die Gelenkschonende Ausführung ist es für Läufer mit Gelenk- und Rückenproblemen eine ausgezeichnete Alternative zum „Nichtlaufen“. Wer Probleme mit der Achillessehne oder Übergewicht hat, sollte den Ballenlauf vorsichtig testen.

Allgemein wird empfohlen den Fersenlauf und den Ballenlauf zu beherrschen und den äußeren Gegebenheiten anzupassen. So kann der Läufer das Maximum an Leistung herausholen bzw. seinen Lauf abwechslungsreicher gestalten. Für Läufer mit Gelenk- bzw. Rückenbeschwerden bringt die Variation der Laufstile auch gewisse Vorteile. Sie können je nach Befinden den Laufstil wechseln und ihren Beschwerden anpassen.

Viel Spaß beim Ausprobieren.

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